Vom Schmatzen und der Übelkeit beim Hund
13. Februar 2023
Schmatzen, Schnäuzchen schlecken, Speicheln - damit zeigt Ihr Hund, dass ihm so richtig übel ist. Gerne wird zusätzlich unruhig umhergestreift, alles mögliche wird abgeleckt oder gefressen.
Zum Glück gibt es ein paar einfache, aber sehr wirkungsvolle Pflanzen, die Ihrem Hund Linderung bringen können.
Ist Ihrem Hund aber anhaltend schlecht, sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen, um einen Infekt oder andere Magen-Darm-Erkrankungen auszuschließen. Übelkeit kommt z.B. auch bei Erkrankungen der Leber, der Nieren oder der Bauchspeicheldrüse vor.
Ein Tierheilpraktiker kann dabei zusätzlich die Genesung Ihres Lieblings unterstützen!
Ich selber habe es bei meinen beiden letzten Hunden öfter erlebt, da wurde durch ständiges Schmatzen, Schnäuzchen schlecken und unruhiges hin und her wandern die Nacht zum Tag gemacht. Dann ging immer alles ruck zuck – noch im Pyjama bin ich schnell in Schuhe und Jacke geschlüpft und raus ins Freie. Dort wurde dann hektisch Gras gefressen (siehe mein letzter Beitrag “Der grasfressende Hund und das mögliche Warum ”) und sich anschließend herzhaft übergeben.
Schmatzen Schnauze lecken Speicheln Fressen von Erde, Dreck, Pflanzen, alles, was zu finden ist Ablecken von Fußboden, Decken, Teppiche Ins Leere schlucken Erbrechen Der Hund zeigt Übelkeit durch:
- Schmatzen
- Schnauze lecken
- Speicheln
- Fressen von Erde, Dreck, Pflanzen, alles, was zu finden ist
- Ablecken von Fußboden, Decken, Teppichen
- Ins Leere schlucken
- Würgen und Erbrechen
Vorsicht ist beim Fressen von Zimmerpflanzen geboten, da diese oft giftig für unsere Haustiere sind! Auch Fußböden, die mit chemischen Putzmitteln gesäubert werden sind nicht ungefährlich und können Vergiftungen verursachen!
Hat sich der Hund dann seines Übels zwecks Erbrechens entledigt, sollte er für die nächsten Stunden keine Nahrung aufnehmen, damit der Magen sich erholen kann.
Trinken ist jedoch wichtig – und dies ist eine Empfehlung, die Ihrem Hund Linderung bringen kann: Fenchel- Pfefferminz- oder Melissentee. Hierfür Wasser kochen und Teebeutel oder lose Kräuter in Bio Qualität mit dem Wasser übergießen. Nach ein paar Minuten den Beutel entfernen oder die Kräuter absieben und das Ganze abkühlen lassen. Nun kann der Tee dem Hund angeboten werden, bei Bedarf kann er auch mit Wasser verdünnt werden.
Die meisten Hunde nehmen den Tee tatsächlich gerne an – sei es, dass er ihnen schmeckt, oder weil sie spüren, dass er ihnen guttut. Fenchel beruhigt den Magen und hilft bei Bauchschmerzen. Pfefferminze hilft gegen Übelkeit und Erbrechen. Melisse beruhigt den gereizten Magen und entspannt.
Ein weiteres wunderbares Mittel gegen Übelkeit ist die Ulmenrinde. Diese wird mit heißem Wasser zu einem Schleim verrührt und abgekühlt dem Hund gegeben. Die Dosis ist abhängig vom Gewicht des Hundes – fragen Sie mich gerne!
Auch homöopathisch kann Ihrem Hund geholfen werden oder mit TCM - Akupunktur. Geht es Ihrem Hund weiterhin schlecht, muss ein Tierarzt zu Rate gezogen werden, um einen möglichen bakteriellen Infekt, der mit Antibiotika behandelt werden muss oder weitere mögliche Krankheiten des Magen- Darm-Traktes auszuschließen. Ein Tierheilpraktiker kann zusätzlich gut unter- stützend Hilfe geben.
Durch die Einnahme von Antibiotika leidet der Darm, das schwächt das Immunsystem und dadurch wird dein Hund anfälliger für Infekte. Wie dem Darm nach Antibiotikagabe, aber auch nach Impfungen und Wurmkuren geholfen werden kann, erkläre ich Ihnen in meinem nächsten Beitrag!