Darmsanierung - muss das sein?

14. März 2023

Noch vor ein paar Jahren konnte kaum jemand etwas mit dem Begriff “Darmsanierung” in Verbindung bringen. Mittlerweile hört oder liest man fast täglich darüber, gerade im Bereich der Tierheilkunde.

Ist eine Darmsanierung wirklich notwendig, oder ist das eine nutzlose und vielleicht sogar kostspielige Behandlung? Als Beispiel: Das tierische Familienmitglied hat Durchfall oder eine Erkältung, bekommt ein Antibiotikum und gut ist es – scheinbar. Die Gabe von Antibiotika ist in vielen Fällen unausweichlich, einige bakterielle Erkrankungen können ohne eine solche Behandlung schlimme Folgen haben und sogar tödlich verlaufen. Borreliose, Anaplasmose, Leptospirose sind nur ein paar davon. 

Das Antibiotikum unterstützt die Abwehrfunktion des Körpers bei der Bekämpfung von Bakterien, dadurch, dass es die  Abwehrfunktion des Körpers bei der Bekämpfung von Bakterien, indem es die Erreger abtötet oder sie in ihrem Wachstum hemmt. 

Allerdings werden neben den gefährlichen Krankheitserregern auch die nützlichen Bakterienstämme der Darmflora stark dezimiert. Gleiches geschieht bei Impfungen, Wurmkuren, Cortisongabe und anderen Medikamenten.  

Je gesünder die Darmflora ist, umso geringer ist das Risiko für chronische und akute Erkrankungen. Es heißt nicht umsonst “die Gesundheit sitzt im Darm ” .

Zur Darmflora gehören nicht nur die nützlichen Darmbakterien, sondern auch im Darm befindliche schädliche Bakterien. Überwiegen die nützlichen Bakterien ist die Darmflora gesund, sind es mehr schädliche ist sie geschädigt. Die körpereigene Abwehr wird geschwächt und schlechte Bakterien, Viren, Parasiten und Pilze haben leichtes Spiel den Körper krankzumachen. 

Durch eine kranke Darmflora entstehen viele Krankheiten, Allergien und Autoimmunerkrankungen, auch psychische Beschwerden können sich entwickeln! 

Die Darmflora beeinflusst permanent das Immunsystem. Darum ist der Aufbau der Darmflora so wichtig. Besonders nach der Gabe von Antibiotika, aber auch Impfungen, Wurmkuren und anderen Medikamenten (z. B. Cortison, Magenschutzmittel / Säureblocker und Entzündungshemmer). 

Beim Aufbau des Darmmikrobioms werden verschiedene Mittel eingesetzt. Von Flohsamenschalen über Heilerde, Zeolith oder Bentonit. Sie reinigen und entschlacken den Darm und werden je nach Verträglichkeit eingesetzt, denn jedes Tier reagiert anders. 

Anschließend wird der Darm mit Probiotika und Präbiotika angefüttert, damit das Wachstum und die Aktivität der guten Bakterien gefördert wird.   Zusätzlich sind eine gesunde, ausgewogene Ernährung und ausreichende Bewegung wichtig. 

Haben Sie Fragen zur Darmsanierung oder möchten Sie einen Behandlungsplan für Ihr Tier, dann melden Sie sich gerne bei mir.